Akupunktur - TCM: Dr. med. Pius Blum

Shiatsu: Elisabeth Blum        Ernährungsberatung n. TCM: Erika Belloli

Einwirkungen auf Körper, Meridiane und subtile Ebenen

 

Nogier-Puls

 

Vieles wirkt im Laufe des Tages und des Lebens auf unseren Organismus ein.

Dieser reagiert auf alles, was für ihn neu und nicht gleichgültig ist, mit einer sofortigen Reaktion, was ich beim Tasten des Pulses als einen kleinen zusätzlichen Impuls feststellen kann. Der Puls wird plötzlich härter, gespannter und fülliger getastet, als ob sich ein erhöhter Pulsbuckel unter dem Finger durchdrängle. Der französische Arzt Nogier entdeckte dieses Phänomen 1950. Deshalb nennt man diesen Puls auch Nogier-Puls (oder RAC). Arbeitet man in der Akupunktur mit diesem Puls, wird von pulskontrollierter Akupunktur gesprochen.

 

Beispiel: Ich nähere mich mit einem Medikament dem Körper, das dieser nicht verträgt: Sofort tritt ein solcher Nogier-Puls auf, den ich beim Annähern des Medikaments tasten kann.

Ebenso tritt ein solcher Puls auf, wenn ich mich mit einer heilsamen Kräutermischung dem Körper nähere. Beides ist dem Organismus nicht gleichgültig, also reagiert er.

Kein solcher Puls ist tastbar, wenn die Substanz, die ich zum Körper führe, für ihn neutral, also weder positiv noch negativ wirkt.

Wie soll ich jetzt unterscheiden, welche Substanz positiv und welche negativ wirkt? - Dazu braucht es weitere Hilfsmittel, wie z.B. einen Polarisationsfilter.

 

Polarisationsfilter

 

Ein linearer Polarisationsfilter (Polfilter) ist eine fein lamellierte, lichtdurchlässige Folie mit engliegenden parallelen Mikrolamellen, die das durchgehende Licht polarisieren, d.h. das Licht schwingt nach dem Filter nur noch in Längsrichtung der Lamellen. Wellen, die quer schwingen, werden resorbiert. Legt man zwei lineare Polarisationsfilter im rechten Winkel übereinander, kann also gar kein Licht mehr durch, das heisst, es bleibt hinter den Filtern dunkel.

 

Man hat die Erfahrung gemacht, dass bei gesunden Verhältnissen, bei normaler Energielage des Körpers, der Nogier-Puls am stärksten reagiert, wenn der Polfilter mit den Lamellen längs zum Körper aufliegt. Ist hingegen eine kranke, unordentliche, „schräge“ Energie vorhanden, reagiert der Nogier-Puls bei von der Längsrichtung abgedrehtem Polfilter, und zwar so: Je stärker die Störung ist, umso stärker muss der Polfilter aus der Normalstellung abgedreht werden, bis der Nogier-Puls auftritt (bei sehr starker Störung bis maximal 90°). Spüre ich also den Puls am stärksten bei einer Polfilter-Abweichung von 90° von der Längsrichtung, ist an dieser Stelle eine sehr starke Störung vorhanden.

 

Mit dem Tasten des Pulses unter Drehen des Polfilters kann ich also feststellen, ob die Energielage gut oder schlecht ist. Sie sollte also besser werden, wenn ich ein gutes Heilmittel auf den Körper lege. Wenn sie schlechter wird, verträgt der Organismus die aufgelegte Substanz nicht gut (dies unter weiteren Voraussetzungen). Tritt beim Auflegen einer Substanz keine Änderung auf, ist die aufgelegte Substanz neutral, mindestens im energetischen Sinn.

 

Mit den beiden Werkzeugen Nogier-Puls und Polfilter kann ich also schon sehr vieles im energetischen Bereich feststellen.

pb